Professionelle und sachkundige Behandlung aller Hernientypen.

Seit mehr als 20 Jahren werden in der Tagesklinik am Ratsbauhof PatientInnen mit Leistenbrüchen und Bauchwandbrüchen beraten, operiert und nachgesorgt. Was damals als Innovation im ambulanten Operieren begann hat sich heute durch wissenschaftliche und technische Innovationen zu einem Schwerpunkt unserer Praxis entwickelt. Durch den Zusammenschluss mit weiteren, stationär tätigen Spezialisten ist nun die lückenlose Betreuung aller Patienten, unabhängig von Alter, Vorerkrankungen oder Befund möglich. Durch unsere umfassende Erfahrung, die hohen Fallzahlen sowie durch die Teilnahme am Qualitätsregister HerniaMed können wir unseren PatientInnen eine große Expertise und eine Versorgung auf höchstem Niveau und nach aktuellen wissenschaftlichen Standards anbieten. Gerne können Sie einen Termin in unserer Sprechstunde vereinbaren.

Diagnose und Beratung

Eine ausführliche Anamnese (typische Beschwerden) und eine gründliche klinische Untersuchung durch einen erfahrenen Chirurgen sichern meist schon die Diagnose. Ergänzend führen wir in unklaren Fällen oder zur Planung einer Operation eine dynamische Ultraschalluntersuchung durch. Im Anschluss nehmen wir uns viel Zeit, um mit Ihnen die für Sie passenden möglichen Operationen in Anlehnung an die deutschen und europäischen Leitlinien zu besprechen.

Individuelle Betreuung

Wir verstehen, dass jede Hernie und jeder Patient einzigartig ist. Unsere Behandlungspläne werden individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Langjährige Erfahrung und ein hoher Spezialisierungsgrad in einem Fachgebiet führen nachweislich zu niedrigeren Komplikationsraten und schnellerer Genesung. Durch regelmäßige Teilnahmen an Fachkongressen und Fortbildungen sowie durch die Mitgliedschaft in der deutschen und europäischen Herniengesellschaft tragen wir dieser Entwicklung Rechnung. Alle von uns operierten Patienten werden im Qualitätsregister „HerniaMed“ erfasst, sodass auf dieser Grundlage eine Zertifizierung zum Hernienzentrum der DGAV noch in diesem Jahr erfolgen wird.

Neben den „klassischen offenen“ Operationen können durch uns auch alle modernen minimalinvasiven OP-Techniken durchgeführt werden, wenn dies medizinisch sinnvoll ist.

Eine gute und auf großer Erfahrung beruhende Nachsorge garantiert einen schnellstmöglichen Wiedereinstieg in Beruf und Sport. Häufige Probleme wie Schwellung, Bluterguss und Schmerz lösen oft Ängste und Sorgen aus, welche schnell ausgeräumt werden können. Auch bei Komplikationen oder verlängerter Genesungszeit lassen wir Sie nicht allein.

DIAGNOSTIK

Langjährige Expertise. Ihre Sicherheit. Ihre erste Wahl für eine effektive Behandlung.

In klinisch nicht eindeutigen Fällen oder um bei größeren Befunden eine genaue Abschätzung von Risiken vornehmen zu können kann die dynamische Ultraschalluntersuchung zum Einsatz kommen. Hierbei wird die entsprechende Region in verschiedenen Positionen und im Pressversuch (dynamisch) beurteilt. In erfahrenen Händen ist diese Untersuchungsmethode in den meisten Fällen einer Schnittbildgebung (CT/MRT) sogar überlegen, da der Patient mitarbeiten kann (dynamisch) und so versteckte Befunde zutage treten.

Die überwiegende Mehrzahl der Bauchwandbrüche kann der erfahrene Hernienchirurg bereits mit einer Tastuntersuchung im Stehen und im Liegen sowie im Pressversuch diagnostizieren.

In speziellen Fragestellungen, bei schwerem Übergewicht oder zur Operationsplanung bei komplexen und ausgedehnten Befunden kann eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) ergänzt werden.

BEHANDLUNGEN

Langjährige Expertise. Ihre Sicherheit. Ihre erste Wahl für eine effektive Behandlung.

Behandlung von Inneren und Äußeren Hernien Bestätigt sich der Verdacht einer Bauchwandhernie stehen eine Vielzahl an Operationsverfahren zur Verfügung. Hier gilt es, das richtige Verfahren für den individuellen Patienten und seinen Befund im Einklang mit aktuellen internationalen Leitlinien auszuwählen. Wann immer möglich sollte ein modernes Kunststoffnetz implantiert werde, um das Risiko eines Rezidivs (Wiederauftreten des Bauchwandbruchs nach einer Operation) zu minimieren. Auch die Frage, ob der Eingriff ambulant (in der Tagesklinik) oder stationär (im Krankenhaus) durchgeführt werden sollte muss in Absprache mit dem Patienten geklärt werden. Zuletzt ist auch eine gute Nachbetreuung wichtig, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln um ein optimales Ergebnis zu erzielen, damit Sie schnell wieder fit und belastbar sind! Studien haben gezeigt, dass die besten Ergebnisse in Zentren mit hoher Fallzahl und ausgewiesener Expertise erreicht werden können. Daher vergibt das deutsche Herniamed Register sowie die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Visceralchirurgie Zertifikate für Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie. Hierbei müssen nicht nur hohe Fallzahlen und Qualitätsstandards erreicht werden sondern auch alle Patienten hinsichtlich Operationserfolg und Komplikationen nachverfolgt werden.

Eine konservative Therapie (ohne Operation) ist beim Bauchdeckenbruch nicht sinnvoll und manchmal sogar gefährlich! Die teilweise noch im Handel vertriebenen „Bruchbänder“ verursachen Hautschäden bis hin zu Fisteln und sind keinesfalls eine Alternative zur Operation. Sportliche Betätigung oder körperliche Belastung im Beruf sind keine Risiken für die Verschlimmerung eines Befundes, können aber die Symptome (z.B. Schmerzen) begünstigen.

Netzfreie Plastiken werden heute nur noch sehr selten, vor allem aber bei Kindern eingesetzt. Auch eine geplante Schwangerschaft bzw. Kinderwunsch sind kein Hindernis für die Implantation eines modernen Kunststoffnetzes.

Gelegentlich entwickelt sich bei Frauen während der Schwangerschaft eine schmerzhafte Schwellung einseitig oder beidseitig im Bereich der Leisten. Entweder durch die Betroffene selbst oder durch die betreuende Frauenärztin/den Frauenarzt wird nicht selten ein Leistenbruch befürchtet. Hier kann in den allermeisten Fällen schnell Entwarnung gegeben werden. Meist handelt es sich um Krampfadern des Mutterbandes (Ligamentum rotundum Varizen) und damit um lästige aber harmlose Schwangerschaftsbeschwerden. Der dynamische Ultraschall sichert die Diagnose. Eingeklemmte Leisten- oder Schenkelbrüche in der Schwangerschaft sind absolute Raritäten.

Hierbei wird über einen kleinen Schnitt in der Leistengegend der Defekt in der Bauchwand repariert und zur Verstärkung ein Kunststoffnetz implantiert. Der Eingriff wird in aller Regel ambulant durchgeführt. Auch eine ausschließlich örtliche Betäubung ist möglich. Das Verfahren ist sehr gut etabliert und gilt als Standardeingriff wenn andere Operationen bei sehr großen Befunden oder Vorerkrankungen nicht möglich sind.

Laparo-/ Endoskopische Verfahren

Schlüsselloch-OP

Hierbei wird über einen Schnitt über dem Bauchdeckenbruch der Defekt in der Bauchwand durch das Einbringen eines Kunststoffnetz in den Bauch („intraperitoneal – IPOM“) repariert. Die Industrie stellt hier spezielle Implantate für diesen anspruchsvollen Eingriff zur Verfügung, damit dieser ambulant durchgeführt werden kann. Das Verfahren ist gut etabliert und gilt als Standardeingriff wenn andere Verfahren technisch nicht möglich sind.

Bei den sogenannten „Schlüsselloch-Operationen“ wird das Kunststoffnetz über eine Bauchspiegelung oder eine Spiegelung der Bauchdecke im Bereich der Leiste implantiert. Vorteile liegen in der geringeren Rate an Leistenschmerzen nach der Operation. Weiterhin können beidseitige Leistenbrüche in einer Sitzung versorgt werden. Bei der Leistenhernie der Frau kann die Schenkelpforte sicher repariert werden.

Offene Verfahren

Kunststofffreie / plastische Verfahren – Netzfreie Plastiken sind die Verfahren der Wahl bei sehr kleinen Bauchwandbrüchen (< 1 cm Durchmesser). Der Eingriff wird in der Regel ambulant durchgeführt. Allerdings müssen die Patienten eine Zeit der körperlichen Schonung von 4-6 Wochen einhalten.

Netzfreie Plastiken sind in der Regel bei Narbenbrüchen nicht angezeigt, da das Gewebe durch den vorangegangenen Eingriff so geschädigt ist, dass es mit einem Kunststoffnetz ersetzt werden muss.

Hierbei wird über einen Schnitt über dem Bauchdeckenbruch der Defekt in der Bauchwand repariert und zur Verstärkung ein Kunststoffnetz hinter die Bauchdecke („Sublay“) implantiert. Der Eingriff wird in aller Regel ambulant durchgeführt. Das Verfahren ist gut etabliert und gilt als Standardeingriff wenn andere Operationen bei sehr großen Befunden oder Vorerkrankungen nicht möglich sind.